Wasservögel

Säugetiere

Eulenvögel


Junge Wildvögel

Jedes Jahr im Sommer werden viele Jungtiere verschiedener Vogelarten aufgegriffen. Wir stehen Ihnen gerne während der Sprechzeiten mit Rat und Tat zur Seite, geben Tipps zur Pflege und Haltung, aber wir verstehen uns NICHT als Auffangstation für aufgegriffene Wildtiere. Wildvögel aufziehen bedeutet diese von früh morgens bis spät abends zu versorgen. Bitte wenden Sie sich an die nächste Auffangstation in Ihrer Nähe.

Wichtig ist, dass man weiß welche Vogelart man überhaupt gefunden hat.

Tipps zur Artbestimmung

Behandlung von Wildtieren

Jeder Tierfreund sollte schon bei der Inobhutnahme eines Wildtieres über die Konsequenz nachdenken. Mit dem Aufgreifen besteht auch die Verantwortung für das Tier, der man sich bewusst sein sollte. Jede Form der Betreuung, der Pflege und Ernährung sind sehr zeitintensiv. Nicht jedes Tier lässt sich ohne weiteres tierartgerecht unterbringen und betreuen. Tierärztliche Untersuchungen und auch das Futter für diese Findlinge kosten auch Geld.

Wir stehen Ihnen gerne während der Sprechzeiten mit Rat und Tat zur Seite, aber wir verstehen uns NICHT als Auffangstation für aufgegriffene Wildtiere.
Die Anzahl der täglich vorgestellten Patienten in unserer Praxis ist sehr hoch und die Beratungen, sowie Behandlungen sind sehr zeitintensiv. Deshalb können wir keine unentgeldlichen Leistungen erbringen. Auch von Seiten des Gesetzgebers besteht die Verpflichtung zur Einhaltung der tierärztlichen Gebührenordnung auch bei Fundtieren und herrenlosen Tieren. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Tipps für die Aufzucht


Eulen und Greifvögel

Auf die Behandlung und Rehabilitation dieser speziellen Arten hat sich in unserem Haus Frau Urbaniak spezialisiert und daher werden diese Vogelarten regelmäßig in unserer Praxis behandelt. Die Aufnahme in der Auffangstation wird über folgende Notfallnummer organisiert: Mobil: 0162-6485785

Das alljährliche Grünfinkensterben

Seit einigen Jahren beobachten wir in den trockenen und heißen Sommermonaten das massenhafte Sterben der Grünfinken in unseren Hausgärten und Stadtparkanlagen.
Ursache dieser Todesfälle sind Trichomonaden, einzellige Parasiten, die sich aus noch nicht näher geklärten Gründen in den Grünfinken massenhaft vermehren. Der Erreger vermehrt sich bevorzugt im Rachen, Schlund und im Kropf der Vögel. Zur Zeit wird ein schlecht ausgeprägtes Immunsystem, speziell bei den Grünfinken für die massenhafte Vermehrung der Trichomonaden verantwortlich gemacht. Bei anderen Körnerfressern, wie etwa dem Dompfaff, Erlenzeisig, Buchfink, Sperling, Hausrotschwanz oder den verschiedenen Taubenarten, kommen die Trichomonaden auch vor, aber die explosive Vermehrung zeigen diese Vögel nicht. 
Bei Hunden, Katzen und Kaninchen, welche oft Kontakt zu toten Vögeln haben oder auch bei Kindern, besteht keine Gefahr der Ansteckung.Image title

Behandlung der Vögel?

Grundsätzlich lassen sich Trichomonaden gut behandeln. Das verschreibungspflichtige Medikament muss mit dem Trinkwasser den Tieren verabreicht werden. Die Dosierung ist dabei sehr genau einzuhalten. Da das Körpergewicht und das Trinkverhalten der verschiedenen Arten sehr unterschiedlich ist, ist eine Behandlung über die gemeinschaftliche Gartentränke unmöglich. Darüber hinaus besteht auch ein Verbot dieser Art der Behandlung freilebender Vögel. Medikamente dürfen nicht zur freien Aufnahme an Wildvögel verabreicht werden.
Sollten Sie ein geschwächtes Einzeltier vor dem Tod bewahren wollen, dann dürfen Sie mit diesem zur Behandlung in unsere Praxis kommen. Überlebt der Patient, gesundet er auch in zwei bis drei Tagen und darf dann wieder in die freie Natur entlassen werden. 

Trinkwasser nicht entfernen

Als Hauptübertragungsort werden die gemeinsam genutzten Wasserstellen angesehen. Diese sind aber gerade in den warmen Sommermonaten oft aus-getrocknet und die Tiere konzentrieren sich auf die wenigen noch vorhandenen Trinkwasserstellen. Als Gartenbesitzer können viel Gutes tuen, wenn Sie zeitig im Frühjahr solche Wasserstellen in Ihrem Garten einrichten und diese sehr verlässlich das ganze Jahr über befüllen. Die Tiere gewöhnen sich daran, werden aber auch abhängig von der regelmäßigen Versorgung. Gerade diese in Ihrer Obhut liegenden Wasserstellen müssen dann bei dem warmen Wetter täglich ausgespühlt werden. Das Trinkwasser sollten Sie bitte  nicht nur nachfüllen. Trichomonaden werden beim Trinken von den infizierten Vögeln in kleinen Mengen ins Trinkwasser abgegeben und vermehren sich in diesem. Umso wärmer das Trinkwasser, desto besser die Vermehrung. Die Ansteckung ist somit im Sommer leicht möglich. Wenn täglich das Wasser erneuert wird, ist das die beste Vorsorge. Die Wasserschalen kann man auch zum Trocknen kurz in die Sonne stellen, damit sie vor dem neuen Befüllen komplett durchgetrocknet sind, denn Trockenheit alleine tötet alle Trichomonaden ab.

Hinweis:
Achtung, in vielen Gärten befinden sich kleine Teiche. Diese werden oft unbeachtet gelassen und es kann sein, dass die Brutstätte der Trichomonaden im Teich und nicht in den Wasserschalen liegt! Hier lohnt das Aufstellen mehrerer Wasserschalen rund um den Teich in gut erreichbarer Schattenlage sehr.